Beiträge von Yeti

    Der Pressesprecher der Stader Polizei könnte direkt auch als Strafverteidiger arbeiten.

    Zitat

    Der Mann hatte mit seinem Fahrrad einen Müllwagen überholt und war vor diesem, gerade zu dem Zeitpunkt als dieser wieder anfuhr, eingeschert.

    Für den 45-jährigen-Fahrer des schweren Fahrzeuges aus Wischhafen war der E-Bike-Fahrer dabei offensichtliche im toten Winkel und konnte nicht gesehen werden.

    80-jähriger E-Bike-Fahrer bei Unfall in Freiburg/Elbe schwer verletzt

    Also gibt es im Wesentlichen zwei Möglichkeiten:

    Der Staat erlässt detaillierte Vorschriften zu Emissionen.

    Oder CO2 bekommt einen Preis.

    Die eine Möglichkeit funktioniert aber in diesem Fall nur zusammen mit der anderen. Würde man den freien Markt einen Preis für CO2-Zertifikate finden lassen, ohne dass die Überschreitung Folgen hat, wäre dieser 0,- EUR.

    Erst durch die Deckelung bekommen CO2 Zertifikate einen Wert und dann müsste die Deckelung auch durchgesetzt werden. Ein Industrieunternehmen, das sein CO2-Budget Ende Oktober aufgebraucht hat, müsste dann ungenutzte Zertifikate kaufen oder bis zum Ende des Jahres schließen. Was machen wir, wenn die großen Energieversorger ihr Budget überschreiten? Geht dann Ende Oktober das Licht aus, auch bei denen, die ihr Budget eingehalten haben?

    Die Anzahl der verfügbaren Zertifikate müsste insgesamt gedeckelt sein. Damit nicht alle ihr Budget für die kommenden 20 Jahre innerhalb der nächsten 10 Jahre verbraten, müssten die Zertifikate über die Jahre verteilt werden und den Reduktionspfad abbilden. Damit würden dann Produkte und Dienstleistungen, die dem Reduktionspfad hinterher hinken, mit der Zeit immer teurer.

    Wenn die Überschreitung des CO2-Budgets ohne Konsequenzen bleibt, hilft das aber alles genauso wenig wie die Einrichtung eines verkehrsberuhigten Bereichs gegen Raser.

    Wenn der Preis steigt, werden aber auch die Reichen ihre CO₂-Emissionen senken. Zum Beispiel weil sie geizig sind.

    Da glaube ich ehrlich gesagt nicht dran.

    Wie viel weniger Auto wird gefahren, wenn Benzing und Diesel teurer werden? Derzeit kostet ein Liter Diesel 30% mehr als noch vor einem Jahr. Die Straßen müssten spürbar leerer sein, wenn das eine Wirkung zeigen würde.

    Ziehen die Leute in eine kleinere Wohnung, wenn das Heizen teurer wird?

    Natürlich können auch reiche Menschen das Geld nur einmal ausgeben, aber da fließt ja nicht das ganze Geld in den Konsum. Wenn am Ende des Jahres bei einem Besserverdiener 2000,- EUR weniger auf dem Aktiendepot landen, ist dem Klima auch nicht geholfen.

    Die Umverteilung könnte bei solchen Menschen schon mehr Wirkung zeigen :)

    Na ja, da hat er schon recht, dass man das komplette Verkehrssystem nicht von heute auf morgen umkrempeln kann, sondern dass das ein Prozess ist, der deutlich länger andauern wird als eine Legislaturperiode. Umso wichtiger ist es aber, dass tatsächlich die Weichen für eine Mobilitätswende gestellt werden und Planungssicherheit entsteht. Nicht dass die nächste Regierung wieder alles über den Haufen wirft und die übernächste Regierung wieder von vorne anfängt. Es muss jetzt eine klare Richtung geben, wie langfristig die Klimaziele im Verkehrssektor erreicht werden sollen.

    Das Tempolimit auf Autobahnen ließe sich schnell umsetzen, aber damit ist man ja noch lange nicht fertig. Anstatt 15 Millionen E-Autos zu fordern, sollte man 15 Millionen weniger Verbrennerfahrzeuge fordern, die am besten in Zukunft nicht mehr erforderlich sind.

    Die erforderlichen Kapazitäten im Schienenverkehr müssen auch erst geschaffen werden. Das muss eine Priorität bekommen, die derzeit nur der Autobahnbau hat. Sämtliche Neuplanungen von Autobahnen gehören aus meiner Sicht komplett und sofort eingestellt. Das ist rausgeworfenes Geld, das an anderer Stelle sinnvoll eingesetzt werden könnte und es würde den Status Quo noch mehr zementieren, wenn immer noch mehr Auto-Infrastruktur gebaut wird.

    Solche Forderungen wären aber vermutlich selbst den Grünen zu mutig. Schließlich gibt es viele Menschen, die zwar die Grünen wählen, die aber selbst nicht bereit sind, Gewohnheiten grundlegend zu ändern und auf Flugreisen oder auf das eigene Auto zu verzichten.

    Bei uns gibt es Planungen, über die Betriebsärzte zu impfen. Ich bin gespannt, wann das losgeht.

    In der Familie (Mutter, Schwiegereltern) und im Bekanntenkreis haben auch schon viele die erste Impfung erhalten. Meine Sorge, dass ich das Virus einschleppe und andere gefährde, wird dadurch geringer. Aber auch wenn ich nicht zu einer Risikogruppe zähle, möchte ich diese Krankheit einfach nicht bekommen oder mich darauf verlassen, dass sich bei mir schon nur ein harmloser oder asymptomatischer Verlauf zeigen würde.

    Ich glaube auch nicht, dass die erforderlichen Auffrischungsimpfungen mit den Grippeimpfungen vergleichbar sein werden. Solange die Pandemie nicht weltweit eingedämmt ist, werden wir weiter mit Virusmutationen zu tun haben, gegen die der Impfschutz in der Gesamtbevölkerung nicht ausreichend groß ist und es immer wieder zu größeren Ausbrüchen kommen wird.

    Wurde die Gefahr nicht zuerst dadurch geschaffen, dass man den Straßenraum nicht gleich ganz anders aufgeteilt hat?

    Wurde die Gefahr nicht auch dadurch geschaffen, dass man überhaupt den Straßenraum aufgeteilt hat?

    Man stelle sich die Situation mit einem einzigen breiten Fahrstreifen vor, auf dem im Normalfall Radfahrer mit ausreichendem Abstand überholt werden können, selbst dann, wenn diese ebenfalls ausreichenden Abstand nach rechts zu parkenden Fahrzeugen halten. Also die selbe Breite wie mit Radfahrstreifen, aber ohne durchgezogenen Breitstrich.

    Als Radfahrer würde man dann an einem Hindernis nicht mehr den Straßenteil wechseln und vom benutzungspflichtigen Radfahrstreifen auf die Fahrbahn einfahren (ohne Vorrang wegen §10), weil man schon auf der Fahrbahn ist. Bei einem einzigen breiten Fahrstreifen würde man auch nicht die Fahrspur wechseln. In dem Moment, wo man anzeigt, dass man sich wegen eines Hindernisses zur Mitte des Fahrstreifens einordnet, besteht für Fahrzeuge, die sich von hinten nähern, Überholverbot.

    Es kursieren ja Bilder von Lieferdiensten, die auf dem rechten Fahrstreifen links neben einem Radfahrstreifen halten. Und dann feiert die Fahrradblase, wie vorbildlich das sei, weil endlich mal einer ihr Revier freigehalten hat. Ganz ehrlich: Ich würde dann mit dem Rad lieber links an dem Fahrzeug vorbei fahren, als durch die Lücke.

    Aber die meisten Radfahrer wollen ja immer ihren eigenen Platz, ganz exklusiv, möglichst noch mit Bordsteinkante oder Poller. Und immer, wenn dieser exklusive Platz blockiert ist, oder wenn der exklusive Verkehrsweg einen anderen Verkehrsweg kreuzt, gibt es Probleme. Der exklusive Platz für den Radverkehr impliziert nämlich auch, dass Radfahrer auf allen anderen Flächen nichts zu suchen haben.

    *edit: Welche dieser drei Situation wäre für Radfahrer am sichersten?

    Das wissen deine CSU-Schergen in FFB vermutlich auch nicht besser. Nutze doch einfach mal die nächste Gelegenheit, es ihnen schonend beizubringen :)

    Ich hatte auch einen netten Mailwechsel mit dem in dem Artikel erwähnten Herrn Ehlers von der FDP, der sich auch recht interessiert zeigte. In zwei Wochen habe ich ein Date mit den Grünen.

    Nur die Stader SPD-Fraktion hat sich bislang aktiv dagegen gewehrt, sich mit mir zu unterhalten. Die müssen das dann auf anderem Wege lernen.

    Das habe ich der CDU auch geschrieben, dass man damals die Anordnung der Benutzungspflicht hätte sorgfältig prüfen müssen, aber nicht deren Aufhebung. Ich habe denen empfohlen, sich von der VB mal die entsprechende Anordnung zeigen zu lassen. Wenn das Datum vor 1998 liegt, ist die sowieso hinfällig. Aber ich schätze eher, dass es gar keine Anordnung gibt. :)

    Die Frage stellt sich natürlich, ob man bei ca. max. 500 Kfz/h (10% der DTV) und 5,50 m Fahrbahnbreite zwingend einen Fußgängerüberweg braucht, zumal es am Bockhorster Weg (der heißt wirklich so) auch noch eine Fußgängerampel gibt. Allerdings verwundert es schon, dass "die Stadt" die Regeln immer genau dann gut kennt, wenn sie dem ungebremsten Kfz-Verkehr dienen.

    An Fußgängerüberwegen sieht man ja auch regelmäßig abenteuerliche Szenen mit Radfahrern, insbesondere auch an dem im Hohenwedeler Weg, wo die linksseitige Gehwegfreigabe endet und rechts wieder ein [Zeichen 240] steht. Warum es ausgerechnet hier einen FGÜ gibt, weiß ich auch nicht. Der ist ja wirklich gerade einmal 75m vom nächsten FGÜ am Kreisverkehr weg.

    https://goo.gl/maps/Zb8aVNSvURZJwBqA6

    Nachdem der "Neues aus Stade"-Thread vom Umfang her etwas aus dem Ruder gelaufen ist, hat Malte eine neue Rubrik eingerichtet. Für neue Themen aus Stade werde ich daher künftig einen neuen Thread eröffnen und auch dann, wenn es zu Themen, die in dem langen Thread schonmal begonnen wurden, etwas Neues gibt, dieses in einem neuen Thread fortsetzen.

    Los geht's mit dem Hohenwedeler Weg. Darüber berichtete kürzlich das Wochenblatt: Verbesserung gewünscht: Verkehr im Hohenwedeler Weg in Stade macht Probleme - Stade (kreiszeitung-wochenblatt.de)

    Hier: https://goo.gl/maps/p5n76T4sv1D3khnB6

    Situation: Schmale Fahrbahn (5,50m), DTV ca. 5000 Kfz/Tag, Linienbus, Schulweg zur IGS und zur Grundschule im Bockhorster Weg. In Richtung Südwesten / Süden [Zeichen 240] und in Gegenrichtung der selbe Weg dann linksseitig [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10]. Es gibt Kreuzungen mit katastrophalen Sichtbeziehungen und der Weg ist größtenteils nur 1,80 - 2,00 m breit, in Richtung Südwesten / Süden, wo er benutzungspflichtig ist, ansteigend. In Gegenrichtung ist der rechtsseitige Gehweg noch schmaler (sieht man im Wochenblatt-Artikel auf dem unteren Bild).

    Die Lage ist eigentlich sonnenklar: Radverkehr auf die Fahrbahn und Tempo 30, aber damit tun sich die Herrschaften wieder einmal schwer. Nun scheint aber auch die Politik auf den Trichter gekommen zu sein, dass das nicht so bleiben kann und ich habe die CDU- und FDP-Fraktion im Stadtrat mit einigen Hintergrundinformationen zur rechtlichen Lage versorgt.

    Sehr ärgerlich finde ich die im Wochenblatt-Artikel zitierte Meinung des Fachbereichsleiters Herrn Beckmann, dass die Unfallstatistik keinen Grund liefere, dort etwas zu ändern. In meiner Mail an CDU und FDP habe ich daher darauf hingewiesen, dass Verkehrsregeln nicht erst gelten, wenn sich Unfälle häufen, sondern dass die Verkehrsregeln dazu da sind, Unfälle zu vermeiden. Die Mail habe ich dann zur Information vorsorglich in Kopie auch an die Verkehrsbehörde und den Landkreis als zuständige Fachaufsichtsbehörde geschickt :saint:

    Bin mal gespannt, wie es da weitergeht. Wenn es um Schulwege geht, scheint man ja oftmals erst recht an gefährlichen Anordnungen festhalten zu wollen, die dem angeblichen Schutz "unsicherer Radfahrer" dienen.

    Hier noch einige Impressionen. Der Herr mit dem E-Scooter ist auf meine freundliche Ansprache auch auf die Fahrbahn gekommen. Der Radfahrer mit dem roten Pullover ist in die nächste Straße links abgebogen, aber Schrittgeschwindigkeit ist der auch bei freundlicher Auslegung nicht gefahren (Gefälle).