Beiträge von arvoituksellinen

    Ich hatte mich erst gewundert, warum dieser Artikel genau jetzt im FOCUS erscheint (die Aufnahmen sind schließlich schon fast vier Jahre alt) -- aber englischen Quellen zufolge ist das Urteil im Januar gefällt worde, und das Unfallopfer hat die FIlmaufnahmen jetzt freigegeben.

    Bemerkenswert finde ich neben dem harten Urteil, dass es in England anscheinend keine Hemmungen gibt, Opfer und Täter beim Namen zu nennen. Und das Opfer sei froh, in einem SUV gefahren zu sein, sonst hätter er wohl nicht überlebt.

    Es ist nicht länger hinnehmbar, dass Fußgänger, Kinder und Menschen mit Rollatoren oder Rollstühlen Tag für Tag diesen Gefahren ausgesetzt sind.

    Dass Herr Thering stets gegen alles wettert, was vom Senat kommt, ist bekannt. Aber sagt Herr Thering das obige auch den Gehwegparkern, die die nutzbare Breite der Gehwege auf einen halben Meter verringern? (Ich bin kürzlich ein paar Tage in Hamburg gewesen und war entsetzt, wie verlottert die Verkehrssitten in der Stadt sind.)

    Mag sein, Blaue Sau, dass das Wasser von der asphaltierten Fahrbahn über die Kanalisation in die Kläranlage kommt. Dort kann das Salz aber nicht entfernt werden.

    Und noch eins: Dürfen eigentlich Kopfstein-gepflasterte Straßen gesalzen werden? Da würde dann ja nach deiner Argumentation auch gelten, dass die Salzsuppe in den Boden einzieht.

    Laut einem Urteil des OLG Hamm, über das jetzt die FR berichtete, müssen Radfahrer auch auf Radwegen mit Hindernissen rechnen und dementsprechend vorsichtig fahren.

    Gibt es für Autofahrer (auf der Fahrbahn natürlich, nicht auf dem Radweg!) eine ähnliche Rechtsprechung? Ich meine mich zu erinnern, dass ein Autofahrer sich darauf verlassen kann, dass auf der Fahrbahn keine (fest eingebauten) unvorhergesehenen Hindernisse vorhanden sind.

    Der Berliner "Tagesspiegel" hat in seinem Debattenmagazin "Causa" eine verkehrspolitische Debatte angestoßen. Letzte Woche schrieb der allseites bekannte Herr Strößenreuther ("Dem Autoverkehr Flächen wegzunehmen, um darauf sichere Radwege, Fußwege und Busspuren zu bauen sowie die Gefahren des Autoverkehrs zu reduzieren, ist einer der schwersten politischen Konflikte der Nachkriegszeit."), gestern kam ein Beitrag von Henner Schmidt, der Fachsprecher der FDP-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus für Infrastruktur und Umweltpolitik ("Mobilität ist ein Freiheitsrecht. Attraktive Mobilitätsangebote für alle schaffen").

    Ein neuer Beitrag in der verkehrspolitischen Debatte. Unter dem Titel "Eine nur fahrradgerechte Stadt wäre der nächste Fehler" schreibt Manfred Voit, der ADAC-Vorstandsvorsitzende Berlin-Brandenburg. Seine Argumentation hat was von "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass."

    Der Berliner "Tagesspiegel" hat in seinem Debattenmagazin "Causa" eine verkehrspolitische Debatte angestoßen. Letzte Woche schrieb der allseites bekannte Herr Strößenreuther ("Dem Autoverkehr Flächen wegzunehmen, um darauf sichere Radwege, Fußwege und Busspuren zu bauen sowie die Gefahren des Autoverkehrs zu reduzieren, ist einer der schwersten politischen Konflikte der Nachkriegszeit."), gestern kam ein Beitrag von Henner Schmidt, der Fachsprecher der FDP-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus für Infrastruktur und Umweltpolitik ("Mobilität ist ein Freiheitsrecht. Attraktive Mobilitätsangebote für alle schaffen").

    In Nürnberg wird zurzeit ein "Ideenzug" für den Regionalzug der Zukunft ausgestellt (Bericht in der Süddeutschen, mit einem eingebundenen Video von dpa). Das nicht fahrfähige, begehbare 1:1-Modell soll zeigen, was technisch möglich und für die Kunden interessant ist, von einer Einzelkabine für ein Nickerchen oder vertrauliche Besprechungen über Ohrensessel und Spielekonsolen mit allerlei elektronischem Schnickschnack bis hin zur Fitness-Ecke mit Spin-Bikes.
    Irgendwelche Aussagen zur konflikftreien, sicheren Mitnahme von richtigen Fahrräder sind nicht enthalten. Aber Fahrradfahrer sind ja auch nicht die Zielgruppe, nein, man will sich der künftigen Konkurrenz durch autonom fahrende Autos stellen.

    In Berlin wurde eine Straße für den Kfz-Verkehr gesperrt, weil auf beiden Seite der Straße Gebäude einer Schule stehen. So sollten die Schüler geschützt werden, wenn sie von einem Teil der Schule in den anderen laufen. Es wird mit 30.000 Fußgängerquerungen pro Woche gerechnet.
    Das Verwaltungsgericht Berlin hat jetzt im Eilverfahren die Sperrung aufgehoben. Es liege keine erhöhte Gefahrenlage vor. (weitere Informationen hier)

    Heute berichtete unsere Regionalzeitung "Die Rheinpfalz" über die neue "Velostation" am Hauptbahnhof Zürich (nicht online). Auf der Suche nach einer Onlinequelle habe ich gesehen, dass die Eröffnung schon drei Wochen her ist, Nachrichten brauchen anscheinend ein wenig, bis sie aus der fernen Schweiz zu uns gelangen. Ich stelle das trotzdem mal hier ein, mitsamt einem Link auf den Bericht im Tagesanzeiger (mit Bildern und Video aus dem Inneren).

    Pressemitteilung der Polizeiinspektion Wörth/Rhein (Südpfalz):


    Fahrradunfall mit tödlich verletzter Person
    Neuburg am Rhein (ots) - Neuburg am Rhein; Am Mittwoch den 27.04.2017 [sic!] kam es auf der K20 von Berg in Richtung Neuburg gegen 17:40 Uhr zu einem Verkehrsunfall zweier Radfahrer, von denen einer tödlich verletzt wurde. Ein 52-jähriger Rennradfahrer aus Karlsruhe befuhr mit hoher Geschwindigkeit die genannte Strecke und fuhr aus Unachtsamkeit ungebremst auf den vor ihm fahrenden 81-jährigen Radfahrer aus Neuburg auf, wodurch beide zu Boden stürzten. Der 81-jährige trug keinen Schutzhelm und wurde so schwer verletzt, dass er mit einem Rettungshubschrauber in eine Karlsruher Klinik geflogen wurde. Dort verstarb er gegen 20:30 Uhr an seinen schweren Verletzungen. Der 52-jährige, welcher einen Schutzhelm trug, wurde mit leichteren Verletzungen ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht.


    Warum eigentlich kann sich die Polizei die Hinweise auf einen Helm nicht verkneifen? In unserer Regionalzeitung beispielsweise wurde die PM kräftig umgeschrieben (der Kurzartikel ist nicht online), aber der Helm wird natürlich übernommen.

    Die getötete Radfahrerin hatten wir schon oben im Thread.

    <Sprachkritik>
    In der Mottenpost klingt die Unfallbeschreibung deutlich realistischer ("wurde von einem LKW erfasst") als beim rbb ("Die Radfahrerin stieß ... mit einem LKW zusammen.").
    Und in der Beschreibung des Cottbuser Unfalls wird schon wieder Ursachenforschung betrieben ("Autofahrer hatte den Radfahrer ... beim Abbiegen übersehen"), auch die Formulierung "stürzte und wurde verletzt" verdreht die Tatsachen.
    Wenn man ganz pingelig sein mag, ist schon die Überschrift verharmlosend, "tödlich verunglückt" klingt jedenfalls anders als "vom LKW erfasst und stirbt".
    <Sprachkritik/>