Hier mal ein fürs Radfahrer-Ego weniger schöner Bericht:
Radfahrer fährt Kind mit Hinterrad über den Kopf und flieht
dazu jede Menge unterirdische Kommentare der Stoßrichtung: Wir haben es ja gewusst, die Radfahrer sind alle Rüpel.
Hier mal ein fürs Radfahrer-Ego weniger schöner Bericht:
Radfahrer fährt Kind mit Hinterrad über den Kopf und flieht
dazu jede Menge unterirdische Kommentare der Stoßrichtung: Wir haben es ja gewusst, die Radfahrer sind alle Rüpel.
Es muss in dem Sommer gewesen sein, als ich fünf Jahre alt wurde. Wir waren aus einer Hochhauswohnung umgezogen in ein Haus mit Garten. In dem Block waren zwischen den Grundstücken lange ebene Erdwege, sodass man auch "von hinten" an die Gärten kam. Auf diesen langen Wegen habe ich Gleichgewicht und Tempobeherrschung gelernt, Stützräder hatte ich nie. Dann durfte ich auf die Straße. Und hab versagt -- es ging ja bergauf. Zuerst hat meine Mutter mich bergan geschoben, und ich fauler Hund habe sie schieben lassen. Als sie das gemerkt hat, hat sie mich mit dem Kochlöffel den Berg hoch getrieben. Und auf einmal ging's ...
Zwei oder drei Jahre später habe ich ein neues Fahrrad bekommen, ein Klapprad Marke "Vaterland" (das war damals ein durchaus nicht anrüchiger Name). Leider hatte ich nicht lange Vergnügen daran: Am zweiten oder dritten Tag habe ich das Fahrrad neben dem Müllcontainer stehen lassen, als ich kurz nach oben in die Wohnung ging. Als ich zurückkam, war's weg und kam nie wieder. Seither habe ich einen Tick und schließe mein Rad lieber einmal zu viel ab als einmal zu wenig.
Tut mir leid, Malte, aber an meinem Rad ist gerade der Warp-Antrieb kaputt. Berlin im Oktober wird darum schwierig. Wenn ich die Kette rechtzeitig wieder drüberkriege, reicht es vielleicht gerade noch für Kiel im Januar.
Der Stern bringt, sinnigerweise unter der Rubrik "Auto", eine schockierende Übersicht. Unerhört, diese Kampfradler!
... dass Stade in den §50 der StVO aufgenommen wird (allerdings nur der Radverkehr).
Interessant, was man so alles von den Nordlichtern lernen kann ...
Zitat von YetiUnd hier noch der Parkplatz im Halteverbot (aber Hauptsache mit Parkschein)
Der weiße Pfeil auf
ist nach StVO eigentlich nicht vorgesehen. Er wird nur nach MSDWGI oft als Richtungszeiger verwendet ("zum Parkplatz hier entlang"). StVO-konform wäre ein Zusatzzeichen mit schwarzem Pfeil auf weißem Grund.
"E-Bikes haben die Autos schon lange überholt": Ein Artikel im Tagesspiegel über die unterschätzte Seite der E-Mobilität und die Möglichkeiten, die durch "digitale Fahhräder" entstehen.
Ich hatte mich erst gewundert, warum dieser Artikel genau jetzt im FOCUS erscheint (die Aufnahmen sind schließlich schon fast vier Jahre alt) -- aber englischen Quellen zufolge ist das Urteil im Januar gefällt worde, und das Unfallopfer hat die FIlmaufnahmen jetzt freigegeben.
Bemerkenswert finde ich neben dem harten Urteil, dass es in England anscheinend keine Hemmungen gibt, Opfer und Täter beim Namen zu nennen. Und das Opfer sei froh, in einem SUV gefahren zu sein, sonst hätter er wohl nicht überlebt.
Es ist nicht länger hinnehmbar, dass Fußgänger, Kinder und Menschen mit Rollatoren oder Rollstühlen Tag für Tag diesen Gefahren ausgesetzt sind.
Dass Herr Thering stets gegen alles wettert, was vom Senat kommt, ist bekannt. Aber sagt Herr Thering das obige auch den Gehwegparkern, die die nutzbare Breite der Gehwege auf einen halben Meter verringern? (Ich bin kürzlich ein paar Tage in Hamburg gewesen und war entsetzt, wie verlottert die Verkehrssitten in der Stadt sind.)
Mag sein, Blaue Sau, dass das Wasser von der asphaltierten Fahrbahn über die Kanalisation in die Kläranlage kommt. Dort kann das Salz aber nicht entfernt werden.
Und noch eins: Dürfen eigentlich Kopfstein-gepflasterte Straßen gesalzen werden? Da würde dann ja nach deiner Argumentation auch gelten, dass die Salzsuppe in den Boden einzieht.
Und schon wieder ein Abbiegeunfall mit einer Radfahrerin in Berlin. Der Unfallhergang ist zwar noch nicht geklärt, aber ob es wirklich so war: "Wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte, stieß die Radfahrerin um kurz nach 8 Uhr an der Ecke Hohenzollerndamm/Bundesallee mit einem Sattelzug zusammen." – da habe ich doch meine Zweifel.
Nur wenn die Autofahrer *freiwillig* den größtmöglichen Abstand halten
Oh-oh.
Laut einem Urteil des OLG Hamm, über das jetzt die FR berichtete, müssen Radfahrer auch auf Radwegen mit Hindernissen rechnen und dementsprechend vorsichtig fahren.
Gibt es für Autofahrer (auf der Fahrbahn natürlich, nicht auf dem Radweg!) eine ähnliche Rechtsprechung? Ich meine mich zu erinnern, dass ein Autofahrer sich darauf verlassen kann, dass auf der Fahrbahn keine (fest eingebauten) unvorhergesehenen Hindernisse vorhanden sind.
Der Berliner "Tagesspiegel" hat in seinem Debattenmagazin "Causa" eine verkehrspolitische Debatte angestoßen. Letzte Woche schrieb der allseites bekannte Herr Strößenreuther ("Dem Autoverkehr Flächen wegzunehmen, um darauf sichere Radwege, Fußwege und Busspuren zu bauen sowie die Gefahren des Autoverkehrs zu reduzieren, ist einer der schwersten politischen Konflikte der Nachkriegszeit."), gestern kam ein Beitrag von Henner Schmidt, der Fachsprecher der FDP-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus für Infrastruktur und Umweltpolitik ("Mobilität ist ein Freiheitsrecht. Attraktive Mobilitätsangebote für alle schaffen").
Ein neuer Beitrag in der verkehrspolitischen Debatte. Unter dem Titel "Eine nur fahrradgerechte Stadt wäre der nächste Fehler" schreibt Manfred Voit, der ADAC-Vorstandsvorsitzende Berlin-Brandenburg. Seine Argumentation hat was von "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass."
Der Berliner "Tagesspiegel" hat in seinem Debattenmagazin "Causa" eine verkehrspolitische Debatte angestoßen. Letzte Woche schrieb der allseites bekannte Herr Strößenreuther ("Dem Autoverkehr Flächen wegzunehmen, um darauf sichere Radwege, Fußwege und Busspuren zu bauen sowie die Gefahren des Autoverkehrs zu reduzieren, ist einer der schwersten politischen Konflikte der Nachkriegszeit."), gestern kam ein Beitrag von Henner Schmidt, der Fachsprecher der FDP-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus für Infrastruktur und Umweltpolitik ("Mobilität ist ein Freiheitsrecht. Attraktive Mobilitätsangebote für alle schaffen").
Die Vorteile des Fahrrads im Stadtverkehr sprechen sich jetzt auch unter unangenehmen Zeitgenossen rum: Raubüberfall in Koblenz.
Radfahren in Detroit.Vorerst nur zum Cruisen, als Freizeit- und Sportgerät. Aber bei der Armut der Stadt (mit entsprechend schlechtem Busnetz und geringer Auto-Nutzungsquote) soll es nur eine Frage der Zeit sein, bis sich das Rad auch als Alltagsverkehrsmittel durchsetzt (Reisebericht in der SZ).
In Nürnberg wird zurzeit ein "Ideenzug" für den Regionalzug der Zukunft ausgestellt (Bericht in der Süddeutschen, mit einem eingebundenen Video von dpa). Das nicht fahrfähige, begehbare 1:1-Modell soll zeigen, was technisch möglich und für die Kunden interessant ist, von einer Einzelkabine für ein Nickerchen oder vertrauliche Besprechungen über Ohrensessel und Spielekonsolen mit allerlei elektronischem Schnickschnack bis hin zur Fitness-Ecke mit Spin-Bikes.
Irgendwelche Aussagen zur konflikftreien, sicheren Mitnahme von richtigen Fahrräder sind nicht enthalten. Aber Fahrradfahrer sind ja auch nicht die Zielgruppe, nein, man will sich der künftigen Konkurrenz durch autonom fahrende Autos stellen.
Gut gemeint ist nicht gut gemacht: Netzfund
Schöner Netzfund (auch wenn die klugscheißerischen Kommentare die Pointe kaputtmachen)