Seedbombs selbst herstellen

  • Saatbomben kann man ganz einfach selbst herstellen.

    Saatbomben sind kleine Kugeln mit Pflanzensamen, die sich perfekt für die bunte Aussaat in urbanen Räumen eignen.



    1 Geeignetes Saatgut

    In der Regel wird in Saatbomben einjähriges Saatgut eingebracht, beispielsweise:


    • Kornblume
    • Ringelblume
    • Tagetes
    • Malve
    • Sonnenhut

    Aus ökologische Sicht ist das Aussähen gezüchteter Zierpflanzen unsinnig. Solche Pflanzen sind hübsch anzusehen, bringen aber keinen nennenswerten ökologischen Nutzen und dienen weder Insekten noch Vögeln. Am besten säst du Pflanzen, die in deiner Region heimisch sind und zu der dortigen Tierwelt passen.


    Im Baumarkt wirst du wahrscheinlich eher industriell hergestellte Massenware finden, die der heimischen Tier- und Pflanzenwelt nicht genügt.

    2 So geht’s

    In einer Schüssel werden zusammengemischt:

    • ein halber Esslöffel Saatgut
    • fünf Esslöffel Lehm
    • fünf Esslöffel torffreie Blumenerde
    • zwei Esslöffel Wasser



    Anschließend wird alles sorgfältig gemischt und geknetet, bis sich eine eingermaßen homogene Substanz bildet. Aus diesem Klumpen lassen sich mit den obigen Mengenangaben sechs prächtige Saatbomben herstellen.



    Die einzelnen Saatbomben müssen sorgfältig und kräftig zu einer Kugel gerollt werden. Nach Möglichkeit sollten keine Samen herausschauen und die Oberfläche frei von Rissen sein, um Vögeln oder anderen Tieren keine Angriffsfläche zu bieten. Wenn deine Masse zu trocken zum Kneten ist, kannst du noch einen Esslöffel Wasser hinzugeben. Bedenke aber, dass das Wasser nur dazu dient, Lehm und Blumenerde zu einer knetbaren Masse zu verbinden und nicht als Trinkreservoir für deine spätere Aussaat gedacht ist.


    Die sechs Kugeln müssen nun zwei Tage lang austrocknen. Dieser Vorgang kann im Backofen bei niedriger Temperatur vorsichtig beschleunigt werden. Wenn du deine Saatbomben nicht trocknest, werden sie bereits in der Hosentasche zu keimen beginnen und später am „Explosionsort“ nicht ansetzen.


    Du kannst deine Saatbomben beispielsweise in einem Eierkarton transportieren:




    3 Bomben legen

    Platziere die Saatbomben an Orten, an denen dein gewähltes Saatgut geeignete Bedingungen vorfindet, achte insbesondere auf hinreichendes Sonnenlicht. Grünflächen, die regelmäßig gemäht werden, eignen sich natürlich nicht für eine Saatbombe. Wenn du mit deiner Saatbombe Insekten unterstützen möchtest, wähle bitte einen Ort, der für Insekten interessante Vegetation bietet, damit deine Blumen aufgespürt werden können.


    Du solltest die Bomben zum Pflanzen ein wenig in die Erde drücken; nicht so tief, dass sie kein Wasser oder Licht mehr bekommen, nur so weit, dass sie nicht mehr wegrollen oder einfach gefressen werden können. Mit dem nächsten Regenschauer weicht die Lehmhülle auf, die Samen landen in der Erde — und den Rest erledigt Mutter Natur.


    Abhängig von dem eingesetzten Saatgut sind April und Mai die besten Monate zum Bombenlegen.



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