zulässige Höchstgeschwindigkeit

  • Welche Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten für den Radverkehr?

    Fahrräder sind Fahrzeuge im Sinne der StVO. Es gilt allgemein:

    (1) Wer ein Fahrzeug führt, darf nur so schnell fahren, dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird. Die Geschwindigkeit ist insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen. Beträgt die Sichtweite durch Nebel, Schneefall oder Regen weniger als 50 m, darf nicht schneller als 50 km/h gefahren werden, wenn nicht eine geringere Geschwindigkeit geboten ist. Es darf nur so schnell gefahren werden, dass innerhalb der übersehbaren Strecke gehalten werden kann. Auf Fahrbahnen, die so schmal sind, dass dort entgegenkommende Fahrzeuge gefährdet werden könnten, muss jedoch so langsam gefahren werden, dass mindestens innerhalb der Hälfte der übersehbaren Strecke gehalten werden kann.

    (2a) Wer ein Fahrzeug führt, muss sich gegenüber Kindern, hilfsbedürftigen und älteren Menschen, insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und durch Bremsbereitschaft, so verhalten, dass eine Gefährdung dieser Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist.

    Die allgemeinen Höchstgeschwindigkeiten von 50 km/h innerorts und 100 km/h außerorts aus § 3 Abs. 3 StVO gelten hingegen nur für Kraftfahrzeuge.


    Neben diesen allgemeinen Regeln gibt es eine Vielzahl von durch Schilder angeordneten zulässigen Höchstgeschwindigkeiten Nachfolgend sind die relevanten Regelungen aufgeführt:



    [Zeichen 239]+[Zeichen 242]
    [Zusatzzeichen 1022-10] [Zusatzzeichen 1022-10]
    Ist durch Zusatzzeichen die Benutzung eines Gehwegs für eine andere Verkehrsart erlaubt, muss diese auf den Fußgängerverkehr Rücksicht nehmen. Der Fußgängerverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden. Wenn nötig, muss der Fahrverkehr warten; er darf nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren.


    [Zusatzzeichen 1022-10]
    Eine Besonderheit ist das linksstehende Zusatzzeichen. Es kennzeichnet hier gemäß § 2 Abs.4 S.4 StVO einen nicht-benutzungspflichtigen Radweg. Auf diesem gelten, anders als beim freigegebenen Gehweg nur die allgemeinen Geschwindigkeitsbegrenzungen aus § 3 StVO.


    [Zeichen 244]
    Für den Fahrverkehr gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.


    [Zeichen 274-56]+ [Zeichen 274.1]
    Wer ein Fahrzeug führt, darf nicht schneller als mit der jeweils angegebenen Höchstgeschwindigkeit fahren.


    [Zeichen 325.1]
    Wer ein Fahrzeug führt, muss mit Schrittgeschwindigkeit fahren. Wer ein Fahrzeug führt, darf den Fußgängerverkehr weder gefährden noch behindern; wenn nötig, muss gewartet werden.



    An Bushaltestellen gelten ebenfalls besondere Geschwindigkeitsbeschränkungen auch für den Radverkehr. Diese finden sich etwas versteckt in § 20 StVO.

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