Beiträge von Michael Rudolph

    So, heute, also 19 Tage später, habe ich vom Radverkehrsbeauftragten eine Antwort bekommen. Er bedankt sich für den Hinweis und schreibt, dass ein [Zeichen 205] montiert werden soll. Angeblich war da bereits ein [Zeichen 205] oder es sollte eigentlich eins dagewesen sein , aber es ist aus welchen Gründen auch immer nicht mehr da, so sinngemäß zitiert er die zuständige Dame der Behörde.

    Nach Daten aus mapillary.com ist mindestens seit 31.12.2016 dort kein [Zeichen 205] .

    Na ja, nun hoffe ich, dass in ein paar Monaten 8o dort endlich der Verkehr mit [Zeichen 205] korrekt geregelt ist.

    - Leider gibt es das hier nun auch schon an einer Stelle, die Kombination von [Zeichen 239] [Zusatzzeichen 1022-10] und [Zeichen 254] . Gibt es eine Vorschrift gegen die diese Kombination verstößt?

    Gegen diese Kombination würde ich sofort klagen, wenn es sich nicht wirklich um einen Sonderfall handelt, z.B. mehrspurige Bundesstraße mit sehr viel Schwerlastverkehr und ohne Tempolimit und schmalem Sonderweg.

    Da ich häufiger mit einem zweispurigen Anhänger fahre, würde sich ja sogar ein komplettes Verbot des Radfahrens ergeben.

    So, nun ist eine Woche um, und ich habe weder von der Stadt Rosenheim noch vom Radverkehrsbeauftragten irgendeine Reaktion vernommen (an die beiden Stellen habe ich die eMail verschickt).


    Was nun?

    ADFC benachrichtigen?

    Aufsichtsbeschwerde?

    Presse?

    oder eine Erinnerung an die Verkehrsbehörde?

    oder gar nichts tun?


    Wie geht ihr in solchen Fällen vor?

    Aber zumindest gilt auch beim freien Rechtsabbieger ja wohl ebenfalls § 9 Abs. 3+4 StVO.

    Ich habe nochmal nachgelesen: § 9 gilt m.E. nicht, da nicht in gleicher Richtung - also parallel, sondern hier kreuzend - gefahren wird. Deswegen ist ja auch für die Fußgänger ein Zebrastreifen. Der wäre ja beim Abbiegen mit Fahrbahn und Gehweg parallel überflüssig.


    Keine Frage, die Absicht ist, den Radfahrern Vorrang 👍 zu geben (Radwegfurt, [Zusazzeichen 1000-32] , keine kleinen [Zeichen 205] für den Radweg), aber für die Rechtsabbiegerspur fehlt das [Zeichen 205] .

    Ich bin gespannt auf die Antwort der Straßenverkehrsbehörde. Aber ich vermute, dass sie glauben, das Zeichen [Zeichen 350-10] entspricht quasi einem [Zeichen 205] .

    Aber immerhin kann man ja loben, dass sie Fußgängern und Radfahrern Vorrang gegenüber den abbiegenden Fahrzeugen geben wollen. Das [Zeichen 205] muss aber vor der Radwegfurt kombiniert mit [Zusazzeichen 1000-32] stehen - und nicht dahinter.

    Also aus Sicht eines Autofahrers muss ich bei querenden Radfahrern nur halten, um nicht eine Teilschuld zu bekommen (siehe Urteile Radfahrer auf Zebrastreifen).

    Das VZ [Zusazzeichen 1000-32] hat so ohne [Zeichen 205] keine Bedeutung. Für den Radverkehr gilt keine Vorfahrt, da der Radweg mehr als 5 m von der begleitenden Straße verschwenkt ist.

    Insofern gilt m.E. auch nicht § 9.

    So wäre meine Sichtweise.

    Woher stammt die Information, das die Grünen für den Tankrabatt gewesen wären? Aus der fdplus?

    Aus einem Interview von CL in der Sendung von Maybrit Illner.

    Lindner wollte eine andere Form der Unterstützung von Menschen, die auf das Auto angewiesen sind.

    Aber als Mitglied der Regierung trägt er natürlich auch volle Verantwortung dafür.

    Ich glaube, es ist einfach schwierig genau zu berechnen, welches Verkehrsmittel welchen ökologischen Schaden anrichtet und welche Kosten verursacht.


    Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit - Shop


    Ich plädiere dafür, einfach mit dem gesunden Menschenverstand heranzugehen und die Vielfalt ohne ideologische Denkverbote zuzulassen. In der Stadt wird sich ein Bus lohnen - auf dem Land eher nicht. Das gleiche gilt für Bahnstrecken usw.

    Wem ist damit geholfen, wenn eine Diesellok mit tonnenschweren Waggons und 10 % Auslastung durch ländliche Gegenden tuckert? Warum wird das Umsteigen am Stadtrand vom Auto oder Fernverkehr auf ÖPNV oder Fahrrad (z.B. Fahrraddepots am Stadtrand) nicht optimiert?

    9-Euro-Ticket: Christian Lindner sieht »keinerlei Mittel« für Fortsetzung - DER SPIEGEL


    Der Move ist natürlich klar: CL möchte davon ablenken, dass Vieles in Deutschland subventioniert wird. Dem "Markt" möchte er nur das überlassen, wovon seine Klientel nicht profitiert.

    Man kann ja unterschiedlicher Meinung über die FDP sein, aber keine andere größere Partei ist so gegen Subventionen wie CL und die FDP eingestellt. Der Tankrabatt war eine Idee der Grünen und der SPD - und nicht der FDP. Allerdings das Dienstwagenprivileg gehört m.E. abgeschafft - auch wenn die Finanzämter mehr zu tun bekommen und auch die deutsche Autoindustrie Einbußen haben wird. Das kann man sicherlich der FDP vorwerfen.

    Mit dem was CL zum 9-Euro-Ticket sagt, stimme ich zu 100% überein: keine noch stärkere Umverteilung vom Land in die Stadt!

    Vielleicht besteht Angst, dass ein radikaler Autogegner einsteigt 8o

    Citaro-Busse wird man tagsüber nicht vollkriegen. Hat man es schon mal mit 8-er oder 10-er Kleinbussen probiert?

    Wäre es denn sinnvoll einen Kleinbus mit sagen wir mal sehr sehr wohlwollend kalkulierter 50 % Auslastung und einem Verbrauch von vielleicht 15 l/100 km im z.B. Einstundentakt fahren zu lassen? Wie bekommt man dafür Busfahrer für tausende Dörfer bei einem leergefegten Arbeitsmarkt? Wer bezahlt wieviel? Wieviele Jahre brauchen wir in Deutschland bis wir entschieden haben, welcher Baurnhof eine Haltestelle bekommt und welcher nicht?

    Oder ist es nicht besser, es verabreden sich über eine App zwei oder drei Personen zu einem gemeinsamen Einkauf mit einem KfZ? Für die Stadt der Bus und für das Land die Fahrgemeinschaft. Aber da ja dann das altehrwürdige Taxigewerbe (gibt es übrigens auf dem Land quasi nur für Krankentransporte) Schaden nehmen könnte, wird Uber & Co. blockiert (zurecht, aber man könnte es ja für die Situation auf dem Land für Privatpersonen abwandeln). Und warum? Weil das Auto böse und der ÖPNV gut ist? Warum nicht der ÖPNV ist gut, wo es jetzt zu viele Autos gibt, und das Auto ist okay, wo es keinen ausreichenden ÖPNV gibt?

    Immer gut ist das Fahrrad. Zumindest da sind wir uns hoffentlich einig.

    Nur zur Ergänzung: Ich wohne in einer Gemeinde mit gut 2600 Einwohnern mit 26 Geimeindeteilen auf einer Fläche von gut 28 qkm.

    Wer hier eine Lösung für kostendeckenden ÖPNV machen kann, den schlage ich für den Nobelpreis vor.

    Das mit dem Bus habe ich nur so dahergesagt. Also - jetzt genauer - der Bus nach Rosenheim fährt ca. 40 min. plus gut 20 min. Gehzeit zur Haltestelle. Der Bus fährt quasi leer, es sei denn Schulkinder sind an Bord. Mit dem Fahrrad bin ich schneller (für ca. 15 km) auf dem Innradweg. Der ist übrigens geschottert und bei ungünstiger Witterung (Trockenheit -> Staub; Nässe -> Pfützen über die ganze Breite) kaum befahrbar. Eine Asphaltierung wird von der Umweltbehörde blockiert. So fahren diejenigen, die mit sauberer Kleidung zur Arbeit wollen, eben mit dem Auto (ca. 20 min über die Autobahn). Na toll!

    In die Nachbargemeinde Brannenburg (ca. 4 km) mit Einkaufsmöglichkeiten (Supermärkte; in meiner Gemeinde gibt es keinen) gibt es nur Busverkehr für Schulkinder. Es gibt eine ordentlich befahrene Straße (Autobahnzubringer) mit einen katastrophalen Geh-/Radweg - zum Glück ohne Benutzungspflicht. Ich fahre zum Einkaufen mit Fahrrad und Anhänger auf der Fahrbahn und werde als Verkehrshindernis angefeindet. Aber ein Bus würde niemals funktionieren.

    Und im übrigen bin ich grundsätzlich gegen jede Subventionierung, es sei denn es gibt einen besonderen, außergewöhnlichen Grund. Aber ich habe nichts gegen öffentliche Gelder in Maßen für ÖPNV, für den Radverkehr und auch für Straßen, denn es soll ja auch für den entlegenen Bauernhof eine Zufahrt für Rettungswagen und Feuerwehr möglich sein.

    Ich glaube, wir müssen einen unideologischen Verkehrs-Mix erreichen, denn das Leben in der Stadt und auf dem Land braucht andere Lösungen.

    Insofern bleibe ich ein ganz entschiedener Gegner für eine gezielte Förderung, die im wesentlichen nur einer Gruppe zugute kommt, z.B. das 9 Euro-Ticket oder Nachfolgeregelungen.

    Also, als Bürger, der auf dem Land wohnt und ca. 20 min. Fußweg zur nächsten Bushaltestelle bzw. 3,5 km zum nächsten Bahnhof hat, bin ich ganz entschieden dagegen, dass jeder Steuerzahler den ÖPNV noch mehr subventioniert. Ich bin ziemlich entsetzt, wie vom Land in die Stadt noch weiter umverteilt werden soll. Den ÖPNV zu einem "Billig"-Verkehrsmittel zu machen, ist aus meiner Sicht völlig falsch.

    In der Stadt muss mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger geschaffen werden. Dann brauchen wir keine Milliardensubventionen in ÖPNV, wie z.B. für die 2. Stammstrecke in München.

    Die Zukunft im Nahverkehr muss m.E. dem Fahrrad gehören einschl. Pedelecs und auch den neueren mehrspurigen, wettergeschützten Pedelecs wie z.B. Frikar, Podride, Hopper, CityQ, Loadster, usw. Was spricht gegen mit Solarmodulen überdachte Fahrradschnellwege (Finanzierung durch Wegfall von Subventionen für e-Autos, ÖPNV usw.)?

    Auf dem Land braucht es mehr Akzeptanz für Radfahrer auf und neben der Straße sowie moderne Anbieter für Mitfahrgelegenheiten für den privaten KfZ-Verkehr. Ein großer Bus, der mit vielleicht 10 Pasagieren für 15 km eine Stunde Fahrzeit braucht, ist weder ökologisch sinnvoll noch akzeptabel.

    Die Abstandsregel gilt m.E. nur für das Überholen, aber ich vermute, dass die Regel in der Rechtsprechung zumindest als Orientierungswert auch für das Vorbeifahren und für den Gegenverkehr dient. Das kann ja nicht sein, dass man mit einem halben Meter Abstand entgegen kommende Radfahrer passieren darf.